hier poste. Ich habe das Tagebuch bisher eh mit großem Interesse
gelesen, nun aber Irkutsk ... das weckt Erinnerungen.
Die Beiden sind auf Silberjubi-Tour mit der Transib unterwegs. Am 13.
Tag erreichten Sie Irkutsk. Hier nun die beiden Tagesberichte:
> Reisetagebuch Transsib, Gudrun 13 22.09.2011, 02.40
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> Kleiner Nachtrag für den Wettermann- herrliches wolkenloses Sonnenwetter- bitte so lassen! Was der deutsche Wetterdienst so alles kann! Daaankeschön !!!
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> Heute mitten in der Nacht nach unserer Sicht gab es wieder eine Einquartierung. Die Nacht war insgesamt unruhig. 08.00 Ortszeit kamen wir in Irkutsk an, schleppten die Rucksäcke in den Keller zur Aufbewahrung und fuhren mit den uralten klapperten Straßenbahnen 1+ 4 zum Autobusbahnhof. Wir hatten Glück, im Maxitaxi waren um 10.30 noch 2 Plätze nach Listwjanka frei. Das Dörfchen liegt am Baikalsee und ist so etwas wie Schloss Schwanstein für Bayern, aber in einfach und russisch. Nach 1 Std. rasanter Fahrt vorbei an Dörfern, Seen und natürlich Birkenwäldern sahen wir das Prachtstück, den Baikalsee vor uns. Er hat ein besonderes Blau und war z.Z von Nebelschwaden bedeckt. Auf der Gegenseite sah man hohe Berge mit Schnee. Auf dem Markt und vor den Häusern wurde der berühmte Omul geräuchert und gleich verkauft. Absolut lecker wir haben jeder 2 Fische gegessen. Bei der Wanderung durch das Dorf und auf den Hügel genossen wir den See. Ich war sogar mit den Füßen im
12° kalten Wasser. Hier ist alles noch mal 7 Std. zu Deutschland und ich musste an Angela denken, die bei ähnlichen Temperaturen in der Ostsee baden war. Brrr! Nach der Rückfahrt in Irkutsk auf tollem Markt viele verschiedene Salate aus zum Teil unbekannten Pflanzen gekauft und im Hotelzimmer genossen, bei rotem Stern Fernsehprogramm.
> Betreff: wieder einen Computer gefunden
> Datum: Thu, 22 Sep 2011 12:50:29 +0200
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> Hallo und liebe Gruesse aus Irkutsk. Im Hotel Delta steht tatsaechlich auch ein Computer mit Internet in der Ecke und er spricht tatsaechlich auf Anhieb Englich mit mir.
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> Heute war wieder ein schoener Tag. Morgens lange rungemaehrd ( wie der Sachse sagt) und ein liebevolles Fruehstueck genossen. Wir hatten uns aus dem Reisefuehrer jeder einen Hoehepunkt heraus gesucht und wollten diese nun abarbeiten. Wir stiegen in den erstbesten Bus und landeten tatsaechlich genau an der Staumauer, wo Thomas hinwollte. Wer etwas ueber Hoehe, Baujahr, Wassermassen oder so wissen moechte, sollte das bitte selber recherchieren. Das Internet weiss ja bekanntlich ALLES!Ich werde es auch zu hause nachlesen. Fuer heute reichte mir der tolle Anblick. Der Angara ist ein ABFLUSS!!!! des Baikalsees. Er hat genau so schoenes blaues Wasser und so war der Spaziergang ueber die laaaange Staumauer ein Genuss. Auf der einen Seite der riesige See mit dem blauen Wasser. Die Sonne machte es silbern. Auf der anderen Seite ein toller Blick auf die Stadt mit dem ,, urspruenglichen,, Fluss, ungerade und mit kleinen und etwas groesseren Inseln, den Hochhaeusern usw. Die Fotos s
ind toll gewurden, glaube ich.
> Mit dem Bus sind wir wieder zurueck in die Stadt gefahren, aber irgendwie hatten wir die falsche Richtung erwischt und landeten am Flughafen. Das nutzten wir um auf Toilette zu gehen, mussten aber durch die Sicherheitskontrolle. Das war witzig. Anschliessend ging es weiter zum Parlament. Hinter dem eher unspektakulaeren Gebaeude befinden sich 3 schoene Kirchen, mehrere Denkmaeler von wichtigen Personen z. T aus dem Mittelalter und eine Bruecke zur Angara, auf der die zahlreichen Brautpaare Sicherheitsschloesser ans Gelaender gebunden haben. Auf einigen war der Name zerkratzt. Wahrscheinlich hat es da mit der Ehe nicht soooo gut funktioniert.
> Am ewigen Feuer begann Punkt 15 Uhr die Wachabloesung. Ca 14 Jaehrige Schueler in kakifarbener Uniform, die Maedchen mit riesigen weissen Schleifen im Haar marschierten im Stechschritt um Ehrenwache zu halten. Es war ... ich weiss auch nicht wie. Sonst ist hier alles so westlich dass man gar nicht unbedingt merkt das hier so tiefer Osten ist und mal Sozialismus war ( ausser an vielen Bussen steht die Beschriftung zweisprachig... russisch und CHINESISCH) und dann dieses sehr ernst genommene Ritual aus ferner und uns Ossis nicht ganz unbekannten Zeit.
> Anschliessend sind wir nochmals zum Zentralmarkt gefahren und haben uns mit Proviant fuer die naechsten reichlich 3 Tage eingedeckt, die wir ja im Zug verbringen werden. Der Markt ist wirklich sehr schoen, die Verkaeuferinnen in ihren gestaerkten Haeubchen und die doch etwas andere Verkaufskultur. Die jungen Frauen lassen sich gern fotografieren, die aelteren eher nicht. Natuerlich kamen wir wieder nicht an der Salattheke vorbei und haben neben Moehren-u verschieden Krautsalaten alles gekauft was uns unbekannt war. Weisse Morcheln(oder ist es was aus dem Meer), Algensalat und noch andere unbekannte Gemuese. Heiss angepriesen und wirklich auch lecker der Schweineohrensalat!!! Die Verkaeuferin war so begeistert ueber unsere Begeisterung, dass sie uns noch extra 3 Tueten packte und als Padarok ( geschenk) mitgab. So sind se, de Russen. Erst ein bisschen distanziert und dann einfach nur nett!
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> Manno, hab ich viel geschrieben!!! Sorry, aber es fliesst aus mir heraus. Vielleicht liegt es auch an dem vielen Bier, dass hier in Plasteflaschen abgefuellt wird.....und dem wir, wie dem Salat, nicht widerstehen koennen.
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> Buna Noapte... oder wie die hier sagen!
Viele Grüße aus Thüringen
Eberhard Elsner
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